Mokassin Stiefel

Solange man denken kann wurde im Schuhbereich experimentiert, geforscht und weiterentwickelt. Früher dienten sie nur zu einem Zweck, nämlich zum Schutz. Dafür waren die verwendeten Materialen und die jeweiligen Ideen der Menschen umso vielseitiger.

Mokassin Stiefel als Klassiker

Als der wohl älteste Schuh gilt der Mokassin. Dieser hat seinen Ursprung bei den Indianervölkern. Sie wurden ausschließlich aus Leder gefertigt. Man verwendete für die Sohle ein hartes Rohleder und für das Obermaterial ein weiches Leder. Verziert hat man den Mokassin mit Wildschweinborsten, Farben oder Perlen. Einige Völkergruppen der Indianer fertigten den Mokassin aus einem Stück. Manche Frauen trugen im Winter Mokassin Stiefel, die wiederum mit den Leggings vernäht wurden – quasi Hose und Schuhe in einem. Diese Mokassin Stiefel und Schuhe gibt es noch heute. Diese Machart ist vielleicht nicht unbedingt der Trend, aber man könnte ihn als Kult bezeichnen. Deshalb besteht immer noch die Nachfrage nach Mokassins und die Schuhindustrie hat sie immer noch im Angebot.

Schuhe aus Autoreifen

In Mexiko fertigte man Schuhe aus alten Autoreifen. Besser gesagt die Sohle bestand aus Autoreifen und das Obermaterial aus einem Ledergeflecht, das mittels Löcher in der Sohle verknotet bzw. befestigt wurde. Ein sehr origineller Schuh. Ob der Ursprung in Mexiko liegt ist unbekannt. Denn auch die Massai Stämme in Afrika fertigen sich Schuhe mit einer Autoreifensohle. Diese Idee ist gar nicht mal so abwegig, denn das Material, aus dem der Autoreifen besteht, ist stabil und strapazierfähig. So ist es nicht verwunderlich, dass heute Arbeitsschuhe wie beispielsweise Dachdeckerschuhe nach diesem Prinzip angefertigt werden, nämlich mit Autoreifen Profilsohle. Es ist naheliegend, dass diese sehr rutschfest sind und das muss auf dem Dach ja auch so sein.

“Veni, vidi, vici”. “Ich kam, ich sah, ich siegte”. Die Römersandale. Eigentlich müsste sie Ägypter-Sandale heißen, den der Ursprung liegt in Ägypten. Da aber die Gladiatoren bei ihren Kämpfen solche Sandalen trugen, wurde daraus die Gladiator-Sandale. Und so hat man sie irgendwann die Römersandale genannt. Ebenso wie Mokassin Stiefel sind römische Sandalen Kult. Früher war die Römersandale gleichermaßen dem männlichen als auch dem weiblichen Geschlecht zugedacht. Heute sind es nur noch die Frauen, die sie gerne tragen. Eine Römersandale ist gleichzeitig ein Sommerschuh und eine Verzierung für den Fuß.

Und auch der sogenannte Hüttenschuh hat einen Ursprung. Nämlich bei den Bergleuten bzw. Bergwanderern. Der Hüttenschuh wird ähnlich wie ein Strumpf angefertigt. Nur dass dieser nicht gestrickt, sondern gehäkelt ist. Abschließend wird dieser mit einer weichen Ledersohle versehen. Dieser Schuh ist praktisch, denn er lässt sich gut im Rucksack verstauen. Heute ist dieser Schuh in vielen “normalen” Haushalten zu finden.

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